Vom 5. bis 12. Juli 2026 waren wir auf Orchesterreise in Celje, Slowenien und durften tolle Eindrücke und Erfahrungen machen. Kooperationspartner in Slowenien war die Vereinigung EMARS, welche Träger eines Jugendstreichorchesters ist und Meisterkurse, sowie Sommerakademien für den musikalischen Nachwuchs in Slowenien organisiert.
Untergebracht waren wir in der wunderschön idyllischen katholischen Bildungsstätte St. Jožef in Celje, wo auch die Proben stattfanden. Nach 18 Stunden Busfahrt und einer ordentlichen Mütze Schlaf hatten wir vor Ort einen gemeinsamen Probentag mit den jungen slowenischen Musiker:innen des EMARS Godalni Orkesters. Am zweiten Tag ging es bereits zum ersten Konzert nach Logatec. Die kleine Stadt hielt eine wunderschöne Überraschung für uns bereit, denn das Open-Air Konzert auf einem Kirchenvorplatz war im Verhältnis zur Einwohnerzahl so gut besucht, wie kaum ein Konzert in Hamburg oder Itzehoe. Dem romantischen Bild des Sonnenuntergangs während Sibelius’ Karelia-Suite, Ravels’ Pavane pour une infante défunte oder Bizets Intermezzo aus Carmen konnte man aber auch nur schwer widerstehen. Während wir beim Open-Air Konzert professionell mit Mikros verstärkt werden mussten, bot die größte Kathedrale Sloweniens in Gornji Grad bei unserem zweiten Konzert am Folgetag eine völlig andere Akustik. Eine kleine Herausforderung war es schon sich auf ein so gegensätzliches klangliches Erlebnis einzustellen, die Werke bekamen hier allerdings nochmal eine ganz neue Wirkung.


Zu einer guten Reise gehört es natürlich auch ein bisschen dazu das Urlaubs-Feeling spüren zu dürfen – ehrlich gesagt keine schwere Aufgabe an diesem Ort. Auf dem Programm standen neben kleineren Aktivitäten, wie das Erkunden der Stadt Celje, Volleyball-Tournieren und natürlich vor allem entspannt auf der Wiese liegen, auch schwimmen im See Velenje, wandern zur Burg von Celje oder – für die ganz sportlich motivierten – 5 Stunden wandern/kraxeln zum Grmada Gipfel. Da war auch Johannes Witt, unser Dirigent und künstlerischer Leiter, ganz vorne mit dabei, sowie natürlich Lothar der LJO-tter und sein Kumpel Chacka das Alpaka.
Am letzten Tag der Reise ging es in die Hauptstadt nach Ljubljana, wo wir der Einladung der deutschen Botschafterin Sylvia Groneick zum Brunch in die Residenz der deutschen Botschaft folgten. Der gegenseitige Austausch über das Musikleben in Slowenien und Deutschland war für beide Seiten bereichernd. Abends besuchte Frau Groneick unser Abschlusskonzert in der Philharmonie Ljubljana, einem kleinen aber feinen und akustisch ausgewogenen Konzertsaal – die goldene Mitte unseres ersten und zweiten Konzertes in Slowenien. Alle drei Konzerte waren super gut besucht und wurden von örtlichen Festivals professionell organisiert. Das slowenische Publikum schien immer begeistert, sodass ganze drei Zugaben vom Solisten und uns dargeboten wurden.

Aprops Solist: der herausragende 19-jährige Geiger Mark Lev Kranjc aus Slowenien bereicherte uns alle mit der wunderschönen, präzisen und schlichtweg beeindruckenden Performance des 1. Violinkonzertes von Bruch. Einen so tollen Musiker begleiten zu dürfen, hat unfassbaren Spaß gemacht!
Wir kommen von dieser Reise zurück mit neuen Freund:innen in Slowenien und beeindruckt von einem wunderschönen Land mit einer vielfältigen und aktiven Musiklandschaft. Auch Orchester-intern sind wir auf neue Weise zusammengewachsen.
Vielen Dank an alle Mitglieder des Orchesters und des Vorstands, sowie an die Projektleitung Caroline Steinhagen, die die Reiseplanung ins Leben gerufen und bis zum Schluss das Projekt möglich gemacht haben. Außerdem Danke an den Busfahrer, der uns nicht nur sicher nach Slowenien und zurück nach Hamburg gebracht hat, sondern auch alle Fahrten zu Konzertorten und zum See für uns gemeistert hat.
Ein ganz herzliches Dankeschön geht an die slowenischen Organisatoren Matjaž und Jernej für diese tolle Erfahrung und an das Goethe Institut für die finanzielle Unterstützung der Reise, ohne die jegliche Planung nichts genützt hätte!


