Sommertour: Dessau

W. v. Barber, Schumann und Tschaikowski

Schloßstraße 3, 06844 Dessau-Roßlau
Freitag, 26.6.2020
19:30 – 21:45 Uhr

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Das selbstverwaltete Landesjugendorchester aus Hamburg unter der neuen künstlerischen Leitung von Johannes Witt (*1985) konzertiert mit dem erfolgreichen Jungmusiker und Cellisten Konstantin Bruns. Als Auswahlorchester der freien Hansestadt greift es seit seiner Gründung 1968 den Fortschrittsgedanken auf und steht für jugendliche und dynamische Eigenverantwortung mit einer Vorliebe zu Hochwerken der klassischen Orchesterliteratur. Mit dem herausragenden Cellisten Konstantin Bruns (*1993), der sich durch seine zahlreichen Solistenerfahrungen und Wettbewerbe in der deutschen Musikwelt bereits einen Namen gemacht hat, findet eine Tour in der Heimatumgebung des 26-jährigen statt.

Hochemotionale und anspruchsvolle Werke definieren das Programm: Samuel Barbers Adagio for Strings (1938) gilt als eines der „traurigsten“ instrumentalen, klassischen Werke überhaupt, wobei diese Beschreibung die Fülle der zerreißenden Gefühle nicht annähernd beschreiben kann. Allein die Verwendung und Assoziation mit einschneidenden Erlebnissen wie den Terroranschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 kann als Kennzeichen für die Intensität dieser Musik dienen.

Als zweiten Punkt sieht das Programm Robert Schumanns Cellokonzert in a-Moll (1850) vor, welches zeitlebens unspielbar schien und nun zum Standardrepertoire eines Konzertcellisten wie Konstantin Bruns gehört. So verworren und widersprüchlich, so spricht das Werk doch von Momenten der Klarheit, die der Komponist R. Schumann nach seinem Umzug nach Düsseldorf 1850 hatte. Zeitlich mit seiner dritten Sinfonie (mit Beititel „Rheinische“) entstand sein einziges Cellokonzert, das durch gesanglich anmutende Passagen und emotionale Ausdrucksstärke fasziniert und den Geist Schumanns selbst widerspiegelt. Dabei geht es nicht um Selbstdarstellung des Solisten, sondern um Dialog und Kommunikation mit dem Orchester und letztlich die emotionale Beziehung zum Publikum.

Abgerundet wird das Konzert durch die fünfte Sinfonie von Pjotr Iljitsch Tschaikoski in e-Moll (1888). Auch dieses Werk scheint teilweise in sich selbst gefangen und den Seelenzustand des Komponisten in direkter Weise darzustellen. Mit dem Beinamen „Schicksals-Sinfonie“ ist der Zwiespalt des damals 48-jährigen Komponisten persönlich aufgegriffen und erfährt durch eine prägnante Schicksalsmotivik ihre musikalische Umsetzung.

Diese Motivik zieht sich durch alle vier Sätze um zuletzt trügerisch in ein glorreiches Finale in E-Dur zu enden, jedoch nicht um die Selbstzweifel zu beseitigen und Schaffensfragen zu beantworten.

Das Konzert wird veranstaltet von M&P Events.

Programm

Samuel Barber
Adagio for Strings, op. 11 Mehr zum Stück
Robert Schumann
Cellokonzert, op. 129 Mehr zum Stück
Pjotr Iljitsch Tschaikowski
Sinfonie Nr. 5, op. 64 Mehr zum Stück

Veranstaltungsende

Ca. 21:45 Uhr

Besetzung

Landesjugendorchester Hamburg
Johannes Witt Dirigent
Konstantin Bruns Violoncello
Schloßstraße 3, 06844 Dessau-Roßlau
Freitag, 26.6.2020
19:30 – 21:45 Uhr

Das selbstverwaltete Landesjugendorchester aus Hamburg unter der neuen künstlerischen Leitung von Johannes Witt (*1985) konzertiert mit dem erfolgreichen Jungmusiker und Cellisten Konstantin Bruns. Als Auswahlorchester der freien Hansestadt greift es seit seiner Gründung 1968 den Fortschrittsgedanken auf und steht für jugendliche und dynamische Eigenverantwortung mit einer Vorliebe zu Hochwerken der klassischen Orchesterliteratur. Mit dem herausragenden Cellisten Konstantin Bruns (*1993), der sich durch seine zahlreichen Solistenerfahrungen und Wettbewerbe in der deutschen Musikwelt bereits einen Namen gemacht hat, findet eine Tour in der Heimatumgebung des 26-jährigen statt.

Hochemotionale und anspruchsvolle Werke definieren das Programm: Samuel Barbers Adagio for Strings (1938) gilt als eines der „traurigsten“ instrumentalen, klassischen Werke überhaupt, wobei diese Beschreibung die Fülle der zerreißenden Gefühle nicht annähernd beschreiben kann. Allein die Verwendung und Assoziation mit einschneidenden Erlebnissen wie den Terroranschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 kann als Kennzeichen für die Intensität dieser Musik dienen.

Als zweiten Punkt sieht das Programm Robert Schumanns Cellokonzert in a-Moll (1850) vor, welches zeitlebens unspielbar schien und nun zum Standardrepertoire eines Konzertcellisten wie Konstantin Bruns gehört. So verworren und widersprüchlich, so spricht das Werk doch von Momenten der Klarheit, die der Komponist R. Schumann nach seinem Umzug nach Düsseldorf 1850 hatte. Zeitlich mit seiner dritten Sinfonie (mit Beititel „Rheinische“) entstand sein einziges Cellokonzert, das durch gesanglich anmutende Passagen und emotionale Ausdrucksstärke fasziniert und den Geist Schumanns selbst widerspiegelt. Dabei geht es nicht um Selbstdarstellung des Solisten, sondern um Dialog und Kommunikation mit dem Orchester und letztlich die emotionale Beziehung zum Publikum.

Abgerundet wird das Konzert durch die fünfte Sinfonie von Pjotr Iljitsch Tschaikoski in e-Moll (1888). Auch dieses Werk scheint teilweise in sich selbst gefangen und den Seelenzustand des Komponisten in direkter Weise darzustellen. Mit dem Beinamen „Schicksals-Sinfonie“ ist der Zwiespalt des damals 48-jährigen Komponisten persönlich aufgegriffen und erfährt durch eine prägnante Schicksalsmotivik ihre musikalische Umsetzung.

Diese Motivik zieht sich durch alle vier Sätze um zuletzt trügerisch in ein glorreiches Finale in E-Dur zu enden, jedoch nicht um die Selbstzweifel zu beseitigen und Schaffensfragen zu beantworten.

Das Konzert wird veranstaltet von M&P Events.

Programm

Samuel Barber
Adagio for Strings, op. 11 Mehr zum Stück
Robert Schumann
Cellokonzert, op. 129 Mehr zum Stück
Pjotr Iljitsch Tschaikowski
Sinfonie Nr. 5, op. 64 Mehr zum Stück

Veranstaltungsende

Ca. 21:45 Uhr

Besetzung

Landesjugendorchester Hamburg
Johannes Witt Dirigent
Konstantin Bruns Violoncello
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